Theorie

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fallingwild verstehen wir als ein Plädoyer für ein vielfältiges Zusammenleben und gegen die gewollte oder ungewollte Verdrängung von Tieren und Menschen aus dem städtischen Raum. Die Stadt als Interspezies-Relation zu denken, heißt für uns die Trennung von Natur und Kultur auf die Müllhalde der Geschichte zu werfen und stattdessen Brache und Ruine, Fuchsbau und Hochhaus als Interpendenten städtischen Raums zu denken. Denkend und gegenwärtig handeln, wie es Donna Haraway fordert, heißt, die sozialen, ökonomischen und politischen Widersprüche die die moderne Stadt erschaffen hat, anders zu wenden: Als einen Raum vielfältiger und unterschiedlichster Spezies, der gerade dazu geschaffen ist, neue Subjektivierungsweisen und Solidaritäten zu erproben, gerade weil wir bereits zusammenleben.

Tiere als Stadtakteure. Artikel von Marion von Osten

english

fallingwild is a plea for diverse coexistence of human and non human animals and against the deliberate or unintentional displacements of species from the urban space. To understand the city as an interspecies relationship is to throw the separation of nature and culture onto the garbage dump of history, and to instead think of wastelands and ruins, foxhouses and skyscrapers, as interdependent urban spaces. As Donna Haraway insists, to think and act in our present time is to turn the socioeconomic and political contradictions of the modern city on their head. Inter-species spaces are created precisely to test new modes of subjectification and solidarity; after all, we already live together anyway.

Animals as urban Actors. Article by Marion von Osten